Lehrportfolios zeigen meist das polierte Produkt, und weniger die Denkprozesse dahinter. GenKI kann dieses Missverhältnis verschärfen.
Wer Reflexionen glätten lässt, erhält Portfolios, die professionelle Entwicklung eher simulieren als belegen. Passend zum Festivalmotto „Under Pressure” geraten so Authentizität, Autorschaft und reflexive Tiefe unter Druck.
In unserer Session am University:Future Festival 2026 (UFF) drehen wir die naheliegende Frage um: Uns interessiert genKI nicht nur als Schreibhilfe, sondern als Stör- und Spiegelinstrument – als Werkzeug, das blinde Flecken, eingeschliffene Routinen und Selbsttäuschungen in der eigenen Reflexion sichtbar macht. Verbunden mit persönlichem Wissensmanagement in digitalen Denkwerkzeugen wie Obsidian rückt damit wieder der Prozess ins Zentrum, nicht das fertige Dokument.
Was Sie erwartet:
- konzeptionelle Orientierung statt Tool-Euphorie
- Gestaltungsprinzipien für eine transparente und verantwortungsvolle KI-Nutzung
- eine kurze Live-Demonstration in Obsidian
22.06.2026, 9:30–10:00 Uhr, im digitalen Programm (Track „Innovative Learning”).
Die konzeptionelle Grundlage ist offen zugänglich:
Siegel, Stefan T.; Lohner, David; Arnold, Maik (2025): Reimagining Teaching Portfolios Through Personal Knowledge Management with Digital Tools for Thought. Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE), 23(3)https://doi.org/10.21240/zfhe/20-3
Mehr Infos zu unseren Artikeln, Workshops und Materialien unter: https://notelab.hypotheses.org/
